Buggenhofen

Das Kirchdorf Buggenhofen liegt 2 km nordöstlich von Bissingen im Tal des Rohrbachs, eines rechtsseitigen Kesselzuflusses.
Der Ort wird erstmals um 1150 als Puggenhofen genannt, was soviel bedeutet wie zu den Höfen eines Buggo. Buggenhofen wurde wohl von Bissingen als Ausbausiedlung angelegt. Ein niederes Ortsadelsgeschlecht, die Herren v. Buggenhofen, wird im 14. Jahrhundert (1319 - 1365) genannt. In Buggenhofen waren mehrere  Grundherrschaften begütert, so die Herrschaft Hohenburg (1559: 2 Höfe, 4 Sölden) und die Grafen von Oettingen durch ihr Vogtamt Unterbissingen (1573: 3 Sölden). 1813 zählte der Ort 20 Wohnhäuser, an welcher Zahl sich bis heute fast nichts geändert hat
Buggenhofen gehört heute noch zur Urpfarrei des mittleren Kesseltals, zu Bissingen. Im Jahre 1471 wurde bei Rodungsarbeiten im Boden ein etwas verfallener Altar und "ein sauber ganz unverwesenes Marienbild mit dem Kindlein auf dem Arm" gefunden. Dies war der äußere Anstoß zur Entstehung der Marienwallfahrt zu Unserer Lieben Frau von Buggenhofen. Der heutige Bau der Wallfahrtskirche geht in seinem Kern auf die spätgotische, zwischen 1471 und 1487 erbaute Kirche zurück, die 1678 umgebaut wurde; die ansprechende Innenausstattung gehört dem späten 18. Jahrhundert an.

(Aus "DER LANDKREIS DILLINGEN, EHE DEM UND HEUTE", 2. neubearbeitete Auflage 1982)