Göllingen
Das Dorf Göllingen liegt 1,5 km nordwestlich von Bissingen am rechten Ufer der Kessel. Der Ort wird erstmals im Jahre 1268 als Goldelingen erwähnt, was soviel bedeutet wie zu den Leuten eines Golilo. Göllingen ist wohl im späten 7. Jahrhundert als Ausbausiedlung von Bissingen aus entstanden. In späterer Zeit gehörte der Ort zur Herrschaft Hohenburg-Bissingen und war im 13. Jahrhundert Sitz eines hohenburgischen Dienstmannengeschlechts, der Herren v. Göllingen, die zwischen 1268 und 1319 (1323) genannt werden und ursprünglich auf der nahe dem südöstlichen Dorfrand gelegenen Wasserburg saßen; von dieser zeugt heute noch einkleiner Burgstall. Die Herrschaft Hohenburg-Bissingen besaß im Jahre 1559 zu Göllingen eine Mühle, einen Maierhof, 3 weitere Höfe, 1 Lehen und 13 Sölden. Anteile am Grundbesitz zu Göllingen hatten im Spätmittelalter auch die Herrschaften Thurneck und Burgmagerbein. Im Jahre 1813 zählte der Ort 23 Wohnhäuser. Seitdem ist er auf 31 Wohngebäude (1961) angewachsen.
Kirchlich gehört der Ort heute noch zur Pfarrei Bissingen.(Aus "DER LANDKREIS DILLINGEN, EHE DEM UND HEUTE", 2. neubearbeitete Auflage 1982)