Thalheim
Das Dorf Thalheim liegt 5 km nordwestlich von Bissingen am Hang eines kleinen, zur östlich am Ort vorbeifließenden Kessel ausgerichteten Seitentals. Am westlichen Dorfrand führt die Durchgangsstraße Höchstädt-Nördlingen vorbei.
Älteste Bodenfunde aus der Gemarkung entstammen der Keltenzeit.
Thalheim darf wohl als eine von Unterringingen aus angelegte Ausbausiedlung betrachtet werden. Der Ort wird erstmals im Jahre 1411 als Thalheim erwähnt und gehörte damals geschlossen zur Herrschaft Hohenburg.
1559 bestand der Ort aus dem Maierhof, 4 Höfen, Hirtenhaus, Badstube, 2 Lehen und 13 Sölden, im Jahre 1813 aus 27 Wohnhäusern. Seither ist er nur wenig gewachsen (1661: 30 Wohngebäude).
Ursprünglich gehörte Thalheim wohl zur Pfarrei Unterringingen, wurde jedoch von dieser Pfarrei, in der 1556 die Reformation eingeführt worden war, nach der Durchführung der Gegenreformation in der Herrschaft Höhenburg-Bissingen (1568) getrennt und der katholischen Pfarrei Fronhofen zugeteilt.
Wohl bei Thalheim ist der kleine Ort Elperzhofen abgegangen, der als Flurname erst 1559 genannt wird und dessen Name als zu dem Hof oder den Höfen eines Alipert zu deuten ist. - Ebenfalls bei Thalheim lag ein weiterer abgegangener Ort, Hofstetten (= zu den Hofstätten), der gleichfalls schon vor seiner Erstnennung (1411) verschwunden war. Beide Orte hatten wie Thalheim zur Herrschaft Hohenburg Bissingen gehört.(Aus "DER LANDKREIS DILLINGEN, EHE DEM UND HEUTE", 2. neubearbeitete Auflage 1982)